Ferienhaus Baumberger
Reisetipps · 8. August 2026

Die schönsten Wanderwege rund um Oberammergau

Von leichten Uferwegen entlang der Ammer bis zur anspruchsvollen Gipfeltour auf den Kofel: Oberammergau liegt mitten im Naturpark Ammergauer Alpen, Bayerns jüngstem und mit rund 227 Quadratkilometern größtem zusammenhängenden Naturschutzgebiet. Über 500 Kilometer Wege erschließen eine Landschaft aus Mooren, Bergwäldern und dem naturnahen Flusslauf der Ammer. Für jede Kondition und jede Jahreszeit findet sich hier die passende Route.

Wer im Ferienhaus Baumberger übernachtet, hat dabei einen entscheidenden Vorteil: Die meisten der hier vorgestellten Wege starten direkt in Oberammergau oder sind in wenigen Autominuten erreichbar. Kein langer Anfahrtsweg, kein früher Wecker, um noch einen guten Parkplatz zu bekommen. Genau deshalb schicken wir unsere eigenen Gäste am liebsten direkt nach dem Frühstück los.

Leicht: Der Ammer-Uferweg durchs Naturschutzgebiet Weidmoos

Der perfekte Einstieg, auch für Familien mit kleinen Kindern oder als entspannter Ankunftstag. Vom Friedhofsparkplatz in Oberammergau führt der Weg an der Ammer entlang durch das Ettaler Weidmoos, ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet zwischen Oberammergau und Ettal. Hier liegen die Quelltöpfe der Ammer, zahlreiche Vogelarten brüten in den Feuchtwiesen, und mit etwas Glück entdecken Sie sogar seltene Orchideen am Wegesrand.

Charakter: eben, breite Wege, keine nennenswerten Höhenmeter
Dauer: je nach gewählter Runde 1 bis 2 Stunden
Besonderheit: wasserreiche Landschaft, viele Aussichten in die umliegenden Berge, ganzjährig begehbar

Wer die Runde verlängern möchte, folgt der Ammer weiter in Richtung Kloster Ettal, vorbei an der historischen Kreuzigungsgruppe, der Kälberplatte und der Bärenhöhle, mit Einkehrmöglichkeit direkt am barocken Kloster.

Mittel: Rund um den Kolbensattel

Eine schöne Zwischenstufe für alle, die etwas mehr Bewegung wollen, ohne sich in Kletterpassagen zu begeben. Vom Parkplatz an der Kolbenbahn führt die Route über den Grottenweg entlang der Ammer, mit Blick auf das gesamte Ammertal. Wer mag, kehrt unterwegs in der Kolbensattelhütte (1.276 m) oder auf der Kolbenalm (1.040 m) ein.

Charakter: moderate Steigung, gut ausgebaute Wege
Höhenlage: zwischen 840 m (Oberammergau) und rund 1.258 m (Kolbensattel)
Besonderheit: zwei Einkehrmöglichkeiten unterwegs, im Sommer auch mit der Kolbenbahn kombinierbar

Anspruchsvoll: Die Gipfeltour auf den Kofel

Der Kofel (1.342 m) ist das Wahrzeichen Oberammergaus, der markante Felszinken, der schon vom Ortskern aus über den Dächern aufragt. Die Route dorthin gehört zu den beliebtesten der gesamten Region und wird auf Komoot als die meistbegangene Tour rund um Oberammergau geführt.

Die Route im Überblick

Start ist am Parkplatz beim Friedhof in Oberammergau. Der Weg führt zunächst gemächlich durch den Wald zum Döttenbichl, einem geschichtsträchtigen Hügel: Hier wurden Überreste eines keltischen Kultplatzes sowie Relikte einer römischen Armee gefunden, die im Jahr 15 v. Chr. auf ihrem Alpenfeldzug hier lagerte. Kurz darauf passieren Sie die Mariengrotte, einem der Grotte von Lourdes nachempfundenen Andachtsort, bevor es in vielen Kehren durch schönen Bergmischwald zum Kofelsattel (1.215 m) hinaufgeht.

Bis hierhin ist die Tour eine leichte bis mittelschwere Bergwanderung. Ab dem Kofelsattel ändert sich der Charakter deutlich: Der letzte Aufstieg zum Gipfel ist mit Drahtseilen gut gesichert, verlangt aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit: leichte Kletterei, kein reines Wandern mehr. Festes Schuhwerk und trockene Verhältnisse sind hier Voraussetzung, nicht nur Empfehlung.

Die Belohnung: Vom Gipfel reicht der Blick über das gesamte Ammertal, bei guter Fernsicht bis zu den umliegenden Bergen.

Wer die volle Runde geht, steigt nicht auf demselben Weg ab, sondern über den Kolbensattel und den Grottenweg zurück nach Oberammergau: laut Komoot insgesamt rund 11,2 Kilometer mit etwa 4 Stunden 20 Minuten Gehzeit. Wer nur bis zum Gipfel und zurück möchte, ist mit der kürzeren Variante (rund 4,3 km, 435 Höhenmeter) in etwa der Hälfte der Zeit unterwegs.

Praktische Hinweise für die Kofel-Tour

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober. Der exponierte Gipfelbereich ist oft schon früh im Jahr schneefrei, in schattigen Rinnen auf der Nordseite können sich aber bis ins Frühjahr Schneereste halten.
  • Ausrüstung: feste Bergschuhe, Trekkingstöcke für den Aufstieg, warme Kleidung. Auf dem exponierten Gipfel kann es deutlich windiger und kühler sein als im Tal.
  • Andrang: Die Route gilt laut AllTrails als "sehr stark frequentiert". An schönen Wochenenden lohnt sich ein früher Start, das können wir aus eigener Erfahrung nur bestätigen.
  • Mit Hund: grundsätzlich erlaubt, im gesamten Naturpark gilt jedoch Leinenpflicht.

Mit Hund unterwegs: Der Waldi-Rundweg

Für Gäste mit Hund bietet sich abseits der Kofel-Tour eine entspanntere Alternative an: der rund 4,9 Kilometer lange „Waldi Hundespaziergang" im Naturpark Ammergauer Alpen: ein leichter Rundweg ganz ohne Kletterpassagen, ideal für einen kurzen Nachmittagsausflug direkt ab Oberammergau. Mehr Tipps für den Urlaub mit Vierbeiner finden Sie in unserem Artikel zum Urlaub mit Hund.

Der Meditationsweg Ammergauer Alpen

Wer lieber in aller Ruhe geht statt Gipfel zu sammeln, findet mit dem Meditationsweg Ammergauer Alpen eine ganz andere Art, die Region kennenzulernen. Der vom Naturpark Ammergauer Alpen e. V. betreute Fernwanderweg führt auf rund 85 Kilometern von der Wieskirche (UNESCO-Weltkulturerbe bei Steingaden) bis zu Schloss Linderhof im Graswangtal, verteilt auf 6 Tagesetappen mit 15 Stationen. Jede Station hat eine eigene Informations-Stele zum Innehalten.

Für Gäste des Ferienhauses Baumberger ist vor allem eine Etappe interessant: der rund 18,8 Kilometer lange Abschnitt von Bad Kohlgrub nach Oberammergau. Er führt direkt zu Passionstheater, Kreuzigungsgruppe und Döttenbichl, denselben Stationen, die wir oben schon bei der Kofel-Route erwähnt haben. Der Meditationsweg verläuft hier praktisch parallel zu einer Route, die Sie aus diesem Artikel ohnehin schon kennen, nur in deutlich gemächlicherem Tempo.

Wer es kürzer mag: Die Winter-Etappe von Kappel (Unterammergau) zum Passionstheater Oberammergau misst 6,31 Kilometer und 189 Höhenmeter und ist in etwa 1 Stunde 49 Minuten zu gehen, ein guter Wert für einen kurzen Nachmittagsspaziergang. Trotz des Namens ist der Weg kein rein kirchlicher Pilgerpfad: Er verbindet religiöse und kulturelle Zwischenstationen wie Kloster Ettal und die Fatimakapelle. Man muss nicht religiös sein, um ihn zu gehen, wie es auf der Seite des Naturparks heißt, und das können wir nur unterschreiben.

Praktische Tipps für Ihre Wanderungen ab dem Ferienhaus Baumberger

Parken: Die meisten hier vorgestellten Touren starten am Friedhofsparkplatz oder am Parkplatz an der Kolbenbahn, beide in wenigen Minuten vom Ferienhaus erreichbar.

Anreise ohne Auto: Wer lieber mit Bus und Bahn unterwegs ist, erreicht Oberammergau über die Regionalbahn ab München über Murnau, praktisch für alle, die abends noch ein Glas Wein trinken möchten, ohne ans Autofahren zu denken.

Einkehren unterwegs: Kolbensattelhütte, Kolbenalm und die Berggaststätte Romanshöhe bieten sich als Zwischenstopps auf den mittleren und anspruchsvolleren Routen an.

Aktuelle Wegzustände: Der Naturpark Ammergauer Alpen e. V. informiert auf seiner Website über Sperrungen und aktuelle Hinweise, etwa nach Unwettern oder in der Almweidesaison.

Häufige Fragen zu den Wanderwegen rund um Oberammergau

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Ihr Ausgangspunkt für Ihre Aktivzeit

Ob entspannter Uferspaziergang oder sportliche Gipfeltour: Vom Ferienhaus Baumberger aus erreichen Sie alle hier vorgestellten Wanderwege in kürzester Zeit – und nach einem langen Tag in den Bergen wartet die eigene Sauna und der Kaminofen auf Sie.

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Quellen: Naturpark Ammergauer Alpen e. V. · Ammergauer Alpen GmbH · AllTrails (Kofel von Oberammergau) · Komoot (Wandern rund um Oberammergau)